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Kamelie im Vorraum der Friedenskirche

Derzeit ist in der Friedenskirche wieder ein besonderes Schauspiel zu bewundern: Die Kamelie blüht. Sie steht im Eingangsbereich und erstaunt alle Besucher mit ihrer Blütenpracht. "Eigentlich müsste es doch an dieser Stelle viel zu kalt sein", ist ein immer wiederkehrender Kommentar, "aber anscheinend fühlt sie sich hier wohl!" Das ist offensichtlich der Fall, denn sonst wäre der Strauch nicht so ein Berg von Blüten in den verschiedensten Stadien: Knospen mit roten Spitzen, die sich ganz langsam öffnen, halboffene und schließlich voll entfaltete Exemplare, eine schöner als die andere.
Über sechzig Jahre ist die Pflanze jetzt schon alt. Dafür sieht sie nicht sehr groß aus. Das ist der Grund gewesen, warum sie in die Friedenskirche kam: Eigentlich wäre sie schon viel mehr gewachsen, aber in den Zimmern von Traude Schubert, der Stifterin, war einfach nicht mehr genug Platz. Einige Zweige wurden zunächst kräftig gekürzt, aber schließlich half nur die Wahl eines neuen Standplatzes.

Kamelie im Vorraum der Friedenskirche

Einer Kirche erweist sich der brusthohe Strauch auch würdig: Ziemlich genau von Weihnachten bis Ostern hat sie sich schon einmal in voller Blüte gezeigt. In diesem Winter ging es nicht ganz so früh los. Vielleicht war dafür der November zu warm. "Vielleicht hat sie auch das Umtopfen ein wenig übelgenommen", vermutet Jörg Bitterlich, der sich zusammen mit unserer Hausmeisterin Sylvia Bitterlich um fast alle Belange von Haus und Anwesen kümmert. Aber das ist unwahrscheinlich: Die prallen Blütenkelche sagen etwas anderes.
Wie lange ist der Stock nun eigentlich hier an seinem neuen Standort?
Jörg Bitterlich: "Als sie herkam, wurde sie bald darauf 60 und stammt von 1948. Dann müsste es also 2008 gewesen sein." Die Gemeinde der Friedenskirche freut sich, dass sie da ist. So bleibt der Vorraum bis ins Frühjahr hinein festlich geschmückt - auch wenn die Lichtmess nun vorbei ist.

Kamelie im Vorraum der Friedenskirche