EmK Crottendorf

Aktuelles

#bei mir - Ökumenischer Kreuzweg der Jugend 2018

Seit über 40 Jahren bedenkt unsere Gemeinde in der Karwoche den Kreuzweg Jesu.
Meistens beteiligen wir uns am "Ökumenischen Kreuzweg der Jugend" mit vielen Christinnen und Christen im deutschsprachigen Raum.
Seit 2017 hat unsere Friedenskirchgemeinde jedoch den "Eitdorfer Kreutweg" als Originaldruck auf Japanpapier erworben.
Der Crottendorfer Künstler Klaus Süß hat ihn 2005 als Holzrelief gestaltet und für die evangelische Gemeinde in Eitdorf gefertigt.

In der Karwoche vom 26. bis 31. März 2018 hängt der Kreuzweg, in Auszügen mit 7 Stationen, erstmalig in unserer Friedenskirche. Gerne leihen wir den Kreuzweg auch in Teilen aus und verbreiten damit die Einladung eines gnädigen Gottes, der seinen einzigen Sohn zu uns Menschen schickte.

Die Passionsandachten in der Friedenskirche Crottendorf finden während der Karwoche täglich 19.00 Uhr statt. Wir laden herzlich ein!

Montag, 26.3.2018Jesus vor Pilatus
Dienstag, 27.3.2018Verspottung Jesu
Mittwoch, 28.3.2018Kreuzweg
Donnerstag, 29.3.2018Simon hilft das Kreuz tragen
Karfreitag, 30.3.2018Kreuzigung
Sonnabend, 31.1.2018Pieta
 

I     Salbung

I Salbung

3 Und als er in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen und saß zu Tisch, da kam eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit unverfälschtem, kostbarem Nardenöl, und sie zerbrach das Gefäß und goss das Öl auf sein Haupt. 4 Da wurden einige unwillig und sprachen untereinander: Was soll diese Vergeudung des Salböls? 5 Man hätte dieses Öl für mehr als dreihundert Silbergroschen verkaufen können und das Geld den Armen geben. Und sie fuhren sie an. 6 Jesus aber sprach: Lasst sie! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. 7 Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. 8 Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt zu meinem Begräbnis. (Mk 14, 3-9)

II     Verrat des Judas

II Verrat des Judas

10 Und Judas Iskariot, einer von den Zwölfen, ging hin zu den Hohenpriestern, dass er ihn an sie verriete. 11 Da sie das hörten, wurden sie froh und versprachen, ihm Geld zu geben. Und er suchte, wie er ihn bei guter Gelegenheit verraten könnte. (Mk 14, 10-11)

III     Abendmahl

III Abendmahl

12 Und am ersten Tage der Ungesäuerten Brote, da man das Passalamm opferte, sprachen seine Jünger zu ihm: Wo willst du, dass wir hingehen und das Passalamm bereiten, damit du es essen kannst? 13 Und er sandte zwei seiner Jünger und sprach zu ihnen: Geht hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Krug mit Wasser; folgt ihm, 14 und wo er hineingeht, da sprecht zu dem Hausherrn: Der Meister lässt dir sagen: Wo ist die Herberge für mich, in der ich das Passalamm essen kann mit meinen Jüngern? 15 Und er wird euch einen großen Saal zeigen, der schön ausgelegt und vorbereitet ist; und dort richtet für uns zu. 16 Und die Jünger gingen hin und kamen in die Stadt und fanden's, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passalamm. 17 Und am Abend kam er mit den Zwölfen. 18 Und als sie bei Tisch waren und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch, der mit mir isst, wird mich verraten. 19 Da wurden sie traurig und sagten zu ihm, einer nach dem andern: Bin ich's? 20 Er aber sprach zu ihnen: Einer von den Zwölfen, der mit mir seinen Bissen in die Schüssel taucht. 21 Der Menschensohn geht zwar hin, wie von ihm geschrieben steht; weh aber dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre. 22 Und als sie aßen, nahm er das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Nehmet; das ist mein Leib. 23 Und er nahm den Kelch, dankte und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus. 24 Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. 25 Wahrlich, ich sage euch, dass ich nicht mehr trinken werde vom Gewächs des Weinstocks bis an den Tag, an dem ich aufs Neue davon trinke im Reich Gottes. 26 Und als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. (Mk 14, 12-26)

IV     Verleugnung des Petrus

IV Verleugnung des Petrus

66 Und Petrus war unten im Hof. Da kam eine von den Mägden des Hohenpriesters; 67 und als sie Petrus sah, wie er sich wärmte, schaute sie ihn an und sprach: Und du warst auch mit dem Jesus von Nazareth. 68 Er leugnete aber und sprach: Ich weiß nicht und verstehe nicht, was du sagst. Und er ging hinaus in den Vorhof, und der Hahn krähte. 69 Und die Magd sah ihn und fing abermals an, denen zu sagen, die dabeistanden: Dieser ist einer von denen. 70 Und er leugnete abermals. Und nach einer kleinen Weile sprachen die, die dabeistanden, abermals zu Petrus: Wahrhaftig, du bist einer von denen; denn du bist auch ein Galiläer. 71 Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht, von dem ihr redet. 72 Und alsbald krähte der Hahn zum zweiten Mal. Da gedachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er fing an zu weinen. (Mk 14, 66-72)

V     Judas Tod

V Judas Tod

43 Und alsbald, während er noch redete, kam herzu Judas, einer von den Zwölfen, und mit ihm eine Schar mit Schwertern und mit Stangen, von den Hohenpriestern und Schriftgelehrten und Ältesten. 44 Und der Verräter hatte ihnen ein Zeichen genannt und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den ergreift und führt ihn sicher ab. 45 Und als er kam, trat er alsbald zu ihm und sprach: Rabbi!, und küsste ihn. (Mk 14, 43-45)

VI     Jesus vor Pilatus

VI Jesus vor Pilatus

1 Und alsbald am Morgen hielten die Hohenpriester Rat mit den Ältesten und Schriftgelehrten, dazu der ganze Hohe Rat, und sie banden Jesus und führten ihn ab und überantworteten ihn Pilatus. 2 Und Pilatus fragte ihn: Bist du der König der Juden? Er aber antwortete ihm und sprach: Du sagst es. 3 Und die Hohenpriester beschuldigten ihn hart. 4 Pilatus aber fragte ihn abermals und sprach: Antwortest du nichts? Siehe, wie hart sie dich verklagen! 5 Jesus aber antwortete nichts mehr, sodass sich Pilatus verwunderte. (Mk 15, 1-5)

VII     Geißelung Jesu

VII Geißelung Jesu

16 Die Soldaten aber führten ihn hinein in den Palast, das ist ins Prätorium, und riefen die ganze Kohorte zusammen 17 und zogen ihm einen Purpurmantel an und flochten eine Dornenkrone und setzten sie ihm auf 18 und fingen an, ihn zu grüßen: Gegrüßet seist du, der Juden König! 19 Und sie schlugen ihn mit einem Rohr auf das Haupt und spien ihn an und fielen auf die Knie und huldigten ihm. (Mk 15, 16-19)

VIII     Kreuzweg

VIII Kreuzweg

Und sie führten ihn hinaus, dass sie ihn kreuzigten. (Mk 15, 20b)

IX     Simon hilft das Kreuz tragen

IX Simon hilft das Kreuz tragen

21 Und zwangen einen, der vorüberging, Simon von Kyrene, der vom Feld kam, den Vater des Alexander und des Rufus, dass er ihm das Kreuz trage. 22 Und sie brachten ihn zu der Stätte Golgatha, das heißt übersetzt: Schädelstätte. 23 Und sie gaben ihm Myrrhe im Wein zu trinken; aber er nahm's nicht. (Mk 15, 21-23)

X     Kreuzigung

X Kreuzigung

24 Und sie kreuzigten ihn. Und sie teilten seine Kleider und warfen das Los darum, wer was bekommen sollte. 25 Und es war die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten.  (Mk 15, 24-25)

XI     Verspottung Jesu

XI Verspottung Jesu

24 Und sie kreuzigten ihn. Und sie teilten seine Kleider und warfen das Los darum, wer was bekommen sollte. (Mk, 15, 24)

XII     3 Kreuze

XII 3 Kreuze

27-28 Und sie kreuzigten mit ihm zwei Räuber, einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken. 29 Und die vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe und sprachen: Ha, der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, 30 hilf dir nun selber und steig herab vom Kreuz!  (Mk 15, 27-30)

XIII     Frauen am Kreuz

XIII Frauen am Kreuz

38 Und der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus. 39 Der Hauptmann aber, der dabeistand, ihm gegenüber, und sah, dass er so verschied, sprach: Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen! 40 Und es waren auch Frauen da, die von ferne zuschauten, unter ihnen Maria Magdalena und Maria, die Mutter Jakobus des Kleinen und des Joses, und Salome, 41 die ihm nachgefolgt waren, als er in Galiläa war, und ihm gedient hatten, und viele andere Frauen, die mit ihm hinauf nach Jerusalem gegangen waren. (Mk 15, 38-41)

XIV     Pieta

XIV Pieta

42 Und als es schon Abend wurde und weil Rüsttag war, das ist der Tag vor dem Sabbat, 43 kam Josef von Arimathäa, ein angesehener Ratsherr, der auch auf das Reich Gottes wartete; der wagte es und ging hinein zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. 44 Pilatus aber wunderte sich, dass er schon tot war, und rief den Hauptmann und fragte ihn, ob er schon länger gestorben wäre. 45 Und als er's erkundet hatte von dem Hauptmann, überließ er Josef den Leichnam. 46 Und der kaufte ein Leinentuch und nahm ihn ab vom Kreuz und wickelte ihn in das Tuch und legte ihn in ein Grab, das war in einen Felsen gehauen, und wälzte einen Stein vor des Grabes Tür. 47 Aber Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Joses, sahen, wo er hingelegt war. (Mk 15, 42-47)


Klaus Süß wurde 1951 in Crottendorf geboren. Nach seiner Schulzeit lernte er den Beruf des Heizungsmonteurs und war danach als Ingenieur für Luft- und Kältetechnik in Karl-Marx-Stadt tätig. Schon 1975 beteiligte er sich an einer privaten AG für Malerei & Grafik später in der legendären Künstlergruppe CLARA MOSCH. Mit einem eigenen Atelier begann er 1986 eine freiberufliche Künstlerexistenz und ein Jahr später zeigte er seine 1. Einzelausstellung.
Die Maueröffnung brachte ihm die Freiheit von Reisen in verschiedene Länder, wie Israel, Tunesien und Südafrika. Heute arbeitet er in seinem Atelier am Kaßberg. Klaus Süß ist einer, der noch meisterlich die Technik des Holzschnittes versteht, dessen kräftige Bildersprache sich auf Anhieb erschließt und dessen an Max Beckmann erinnernde Expressivität aufzuwühlen versteht. Besonders ist seine Symbolik, etwa bei der Verhaftung Jesu, bei der die Hand des Verräters zur Speerspitze wird, und erschütternd die Szene, in der Judas seine schwere Verfehlung erkennt, daran verzweifelt und sich erhängt. Beeindruckend schneiden sich die Figuren auf den Holzreliefs in das eigene Bild vom Weg, den Jesus ans Kreuz gegangen ist. Sie lassen einen nicht kalt und machen damit wach für Leiden heute.