Herzlich willkommen auf dem Bezirk Crottendorf

Aufgrund der Sächsischen Corona-Notfall-Verordnung vom 19. November 2021 können wir die Gottesdienste nur unter Einhaltung der "3G-Regel" durchführen. Wir danken herzlich für die Einhaltung.

Liebe Geschwister und Freunde unserer Gemeinde!

Ich nehme wahr, dass unsere Gesellschaft auseinandertriftet. Es entstehen Fronten, die sich zunehmend unversöhnlich – so scheint es mir – gegenüberstehen.

Was mich bestürzt ist festzustellen, dass das Ich immer mehr zunimmt und das Wir verdrängt wird.
     Ich habe ein Recht auf dies und jenes, und auf das auch.
     Ich lasse das mir zustehende Recht nicht nehmen.
     Ich habe Rechte, die lasse ich mir nicht beschränken.
Unter dem Ich droht sich das Wir zu verlieren. 

Mir tut das weh. Vor allem wenn Geschwister, die an Jesus glauben, auch diese Einstellung vertreten.
Ich frage mich: Welche Botschaft haben sie in all den Jahren gehört? Ging und geht es Jesus um das Ich?
Und ich frage mich weiter: Welche Botschaft habe ich in all den Jahren meines Dienstes verkündigt, dass das Wir so an Bedeutung verloren hat?

Wo immer das Ich so überbetont, gar eingeklagt wird, da droht sich das Wir zu verlieren...
... Und zu dem Wir gehören immer auch die Schwachen, die besonders Gefährdeten, die darauf an­gewiesen sind, dass auf sie Rücksicht genommen wird.

Die Liebe Gottes, die immer das Wir betont und dem Ich Einhalt gebietet, ist ausgesät.
Diese Liebe gilt es zu düngen und ihr Energie zu geben.
Das ist unsere Aufgabe.

Die Liebe ist immer verbunden mit dem Wir, dem Allgemeinwohl aller. Die Liebe setzt sich für das Wir ein.
Liebe düngt das Wir und gibt dem Wir seine Energie.

Dass das von uns bewusst 2022 in den Blick genommen wird und im Blick bleibt, das ist mein Wunsch an uns alle und meine Bitte an Gott.

Und so wünsche ich uns Freude beim Düngen und Energiegeben der Liebe, die ausgesät ist.
Aufgehen, Wachsen und Gedeihen soll sie.

Und sie wird Wachsen und Gedeihen und Frucht bringen, weil die, die von der Liebe Gottes an­steckt wurden und immer wieder neu angesteckt werden, sie Düngen und ihr Energie geben, weil das Wir uns bestimmt.

Ihr Lieben, am 3.1. wurde ich gegrüßt mit den Worten: „Für die paar Tage 2022 wünsche ich alles Gute.“ Ich war zunächst verwun­dert. Das Neue Jahr hat doch erst begonnen und der redet von den paar Tagen 2022?
Später ging mir auf: Es sind wirklich nur noch dreihundertsechzig Tage, die uns bleiben. Sie werden uns geschenkt, um sie zu nutzen, damit das Wir gedüngt, und dem Wir Energie gegeben wird. 

Euer Gemeindepastor Bernt Förster


Wir laden herzlich zu den Gottesdiensten in der Friedenskirche Crottendorf und in der Zionskirche Walthersdorf unter Einhaltung des Hygienekonzeptes ein. Beginn ist um 9.00 Uhr in der Zionskirche Walthersdorf und 10.00 Uhr in der Friedenskirche Crottendorf.

Ein Video der Gottesdienste kann ab sofort kurz nach dem Ende des Gottesdienstes in der Friedenskirche angesehen werden. Nähere Informationen findet ihr unter "Video".

NEU: Jeden Sonntag kann ein Gottesdienst aus einer EmK-Gemeinde der Ostdeutschen Jährlichen Konferenz mitgefeiert werden.

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